Frauen in der Forschung
Wissenschaft lebt von unterschiedlichen Perspektiven. Dennoch waren jene der Frauen über lange Zeit hinweg kaum sichtbar – trotz wichtiger Beiträge, die unser heutiges Leben bis heute prägen. Viele ihrer Leistungen blieben unbemerkt oder wurden anderen zugeschrieben.
Diese fehlende Sichtbarkeit wirkt bis heute nach. Sie beeinflusst, wer als Vorbild wahrgenommen wird, wer sich eine wissenschaftliche Laufbahn zutraut – und an wessen Leistungen erinnert wird.
Jahresthema 2026 der 7. Fakultät
Schon früh haben Frauen zentrale Impulse für wissenschaftliche und technologische Entwicklungen gesetzt. Drei bekannte Beispiele zeigen das besonders deutlich:
Ada Lovelace entwickelte bereits 1843 das erste bekannte Computerprogramm.
Mary Anderson erfand 1903 den Scheibenwischer – eine Idee, die zunächst unterschätzt wurde, später jedoch weltweit Standard wurde.
Hedy Lamarr arbeitete 1942 an einem Frequenzsprungverfahren mit, das eine Grundlage moderner drahtloser Kommunikation bildet.
Diese Beispiele stehen stellvertretend für viele weitere Forscherinnen, deren Beiträge lange Zeit nicht ausreichend wahrgenommen wurden.
Vor diesem Hintergrund widmen wir unser Jahresthema 2026 dem Schwerpunkt „Frauen in der Forschung“. Ziel ist es, historische Pionierinnen sichtbar zu machen, aktuelle Forscherinnen der Universität Graz vor den Vorhang zu holen und wissenschaftliche Karrieren für (junge) Frauen greifbarer zu machen.
Denn Sichtbarkeit bedeutet dabei mehr als Anerkennung: Sie schafft Orientierung, ermöglicht Identifikation und öffnet neue Perspektiven.
Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft
Im Rahmen des Jahresthemas stellen wir einmal pro Monat eine Forscherin der Universität Graz vor. In Interviews und kurzen Videoformaten geben wir Einblicke in ihre Forschung, ihren persönlichen Weg und ihre Erfahrungen im Wissenschaftsbetrieb. Die Portraits und Inhalte veröffentlichen wir auf Instagram, LinkedIn und hier auf unserer Website.
Den Auftakt setzen wir heute am 11. Februar, dem Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. In einem Beitrag auf Instagram widmen wir uns den historischen Pionierinnen Ada Lovelace, Mary Anderson und Hedy Lamarr. Von dort aus rollen wir die Thematik weiter aus und starten bald mit den Interviews der Wissenschaftlerinnen der Uni Graz.
Mit dem Jahresthema „Frauen in der Forschung“ möchten wir Forschung aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar machen, bestehende Leistungen würdigen und Frauen ermutigen, wissenschaftliche Wege einzuschlagen.