„Der schlimme Rolf“: Buchpräsentation mit Karl Fallend im Hans Gross Kriminalmuseum
Im September 1924 sorgte der gewaltsame Tod der Kinderpsychoanalytikerin Hermine Hug-Hellmuth für internationales Aufsehen. Ihr 18-jähriger Neffe Rolf Hug, der unter ihrer Obhut stand, wurde kurze Zeit später als Täter gefasst und zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
In seinem Buch „Der schlimme Rolf. Blitzlichter auf ein beschädigtes Leben in der Geschichte der Kinderpsychologie“ geht Dr. phil., Univ.-Doz. Karl Fallend den Hintergründen dieser Geschichte nach. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Hermine Hug-Hellmuth und die Tat selbst, sondern insbesondere die bislang wenig bekannte Lebensgeschichte ihrer Schwester Antonie Hug von Hugenstein und ihres Sohnes Rolf Hug.
Grundlage des Buches sind unter anderem einzigartige Dokumente aus dem Nachlass des Theologen, Psychoanalytikers und Historikers der Psychoanalyse Wolfgang Huber, der Rolf Hug Anfang der 1980er-Jahre in Wien ausfindig machte und mehrere Gespräche mit ihm führte. Fallend erschließt diese Quellen und eröffnet damit neue Perspektiven auf ein Leben, das eng mit der frühen Geschichte der Kinderpsychoanalyse verbunden ist.
Die Buchpräsentation findet im Hans Gross Kriminalmuseum statt.