Ein Abend voller Neugier, Austausch und Mitmachen: Das Programm der Universität Graz im Rahmen der Lange Nacht der Forschung 2026 zog zahlreiche Besucher:innen an und zeigte, wie vielfältig Wissenschaft erlebbar sein kann.
Unser Fokus lag auf dem Thema Demokratie. Unter dem Motto „Wie tanzt sich Demokratie?“ wurde politische Bildung auf ungewöhnliche Weise vermittelt: Tanz-Acts und Workshops machten abstrakte Inhalte körperlich erfahrbar und luden dazu ein, Demokratie aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
Ein weiterer Programmpunkt griff den Jahresschwerpunkt „Frauen in der Forschung“ in der Sonderausstellung „Demokratie er-leben” auf: Im UniGraz@Museum wurden bedeutende Wissenschaftlerinnen vorgestellt und in einer Spezialführung Verbindungen zwischen Forschung und demokratischer Entwicklung hergestellt.
An einer interaktiven Station konnten Besucher:innen erkunden, wie es um demokratische Systeme weltweit steht. Das internationale Forschungsprojekt „Varieties of Democracy“, an dem auch die Universität Graz beteiligt ist, lieferte dazu spannende Einblicke. Politikwissenschaftlerin Katrin Praprotnik zeigte, wie Mitbestimmung in unterschiedlichen Ländern funktioniert – und wo es Verbesserungsbedarf gibt.
Naturwissenschaftlich Interessierte kamen ebenfalls auf ihre Kosten: In der Dauerausstellung zur physikalischen Forschung im UniGraz@Museum wurde ausprobiert, getestet und gestaunt. Ob an der Wellenmaschine, am Drehimpuls-Stuhl oder bei den Magdeburger Halbkugeln – physikalische Kräfte wurden erlebbar.
Auch das Kinderprogramm war durchgehend gut besucht. Junge Entdecker:innen konnten etwa wie im antiken Griechenland mit Rohrfeder auf Papyrus schreiben und spielerisch nachvollziehen, wie politische Prozesse früher funktionierten.
Die große Resonanz und die positive Stimmung zeigten deutlich: Das Interesse an Wissenschaft und gesellschaftlichen Fragen ist ungebrochen. Die nächste LNdf findet 2028 statt.